Neue Zeiten und die ersten beiden Spieltage der Saison 17/18

Neue Zeiten brechen für unsere Mixed Mannschaft in der Saison 17/18 an. Die letzte Saison konnte dank eines nervenaufreibenden Relegationsspiels doch in der C- Liga beendet und der Abstieg im letzten Moment verhindert werden.  So dass die Formulierung der Saisonziele doch eher bescheiden ausfiel.

"Mindestens ein Spiel mehr gewinnen als in 16/17", war die Formel mit der sich alle identifizieren konnten. Was also mindestens vier zu gewinnende Spiele für diese Saison bedeutet.

Marc Rogowski hat sehr dankenswerter Weise die Rolle des Spielertrainers übernommen und sich in einen Berg Volleyballbücher vertieft und stundenlang Volleyballvideos gesichtet, die wir Spieler jetzt positionsgetreu per Whats App geschickt bekommen. 

Kein Wunder also, dass unser Start in die Saison für unsere Verhältnisse schon fast phänomenal geglückt ist.

Im ersten Spiel hatten wir das Heimrecht gegen den ASC Düsseldorf 1. Höchstmotiviert begannen wir das Warmmachen mit Einlaufen und "Corestability". Leider haben wir die Uhr aus den Augen verloren und so wurden die "10 min" angepfiffen, bevor irgendjemand von uns auch nur einen Ball in der Hand gehabt hatte. Die Aufstellung war schnell gemacht, schließlich waren wir nur zu sechst und schon ging die Saison los. 

Zunächst noch so, wie wir das Bild noch aus dem letzten Jahr kennen: Den ersten Satz gaben wir knapp an die anderen ab. ABER DANN!

Plötzlich stimmten die Annahmen, die Traumpässe und die Megaangriffe und bevor wir uns völlig heiser rufen konnten, hatten wir das Spiel gewonnen. Wahnsinn! Eine Saison mit einem Sieg zu beginnen, fühlt sich richtig gut an und vielleicht sollten wir das einfach öfter mal machen.

Im zweiten Spiel ging es dann gegen den Absteiger aus der B-Liga ART 77/99. Sie kamen mit doppelter Mannschaftsstärke und Herren, die im Stand fast übers Netz gucken konnten. In einem harten Fight holten wir uns den ersten Satz mit einem Ass als letzte Aktion. Doch dann schlug es zu: Das Hellerhofer Annahme Wunder. Wunder deswegen, weil man sich wundern muss, wohin diese Annahmen so fliegen... Zumindest nicht dahin, wo sie hinsollen. Und so gaben wir dann den zweiten Satz einfach her und die Erinnerungen an die letzte Saison schienen wieder aufzuflackern. Leider setzte sich das Problem im 3. Satz fort und so zog ART punktemäßig früh davon. Bei 3:7 nahmen wir die erste Auszeit, beim Stand von 12:17 die zweite. Doch dann beim Stand von 15:21 geschah es plötzlich. Da war er da, dieser magische Moment, in dem eine Mannschaft geschlossen feststellt: Da geht noch was. Der Moment in dem die Fanbank die Stimmung in der Halle völlig übernimmt und in dem plötzlich der Gegner nervös wird, obwohl der Satz doch eigentlich so gut wie gelaufen schien. Getragen von den Anfeuerungsrufen gelang plötzlich alles. Die Angaben gingen satt rüber, die Annahmen kamen wieder zum Steller, die Angriffe knallten in den 3 Meterraum und beim Blocken behielten wir die Lufthoheit. Bis, ja bis es 25:23 stand und uns das Adrenalin bis in die Haarspitzen floss.

Und so können wir wir nach zwei Spieltagen erstaunt feststellen, dass dies nicht nur der wundervollste Sport der Welt ist, sondern dass wir breits jetzt die Hälfte des Saisonziels schon erreicht haben.